Intels CPU-Roadmap für 2018 bis 2021 taucht auf – nur 10 Kerne im Mainstream
Eine Roadmap für Intels kommende Prozessoren ist aufgetaucht und zeigt kommende Desktop- und Mobile-Prozessoren, die bis Ende des Jahres 2021 erscheinen sollen. Darunter befinden sich Prozessoren in 14nm- und 10nm-Fertigung. Desktop-Prozessoren sollen demnach bis Ende 2021 noch im 14nm-Prozess hergestellt werden.
Keine Desktop-Prozessoren von Intel in 10nm vor 2022?
Die Roadmaps stammen von Tweakers und zeigen sowohl Informationen über kommerzielle Dekstop-Prozessoren als auch Mobile-CPUs. Ob die aufgeführte Roadmap echt ist, kann derzeit nicht bestätigt werden, die Informationen sollten also mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Durch die Aufführung des Stable Image Plattform Program legt eine gewisse Echtheit nahe. Auffällig ist in der Roadmap, dass Comet Lake S und Rocket Lake S die potentiellen Nachfolger der aktuellen Coffee Lake S Prozessoren noch in 14nm erscheinen sollen. Die Nachfolger sollen im ersten Halbjahr 2020 und 2021 erscheinen und bis zu 10 Kerne im Mainstream bieten. Interessant ist, dass keine Unterstützung für PCIe Gen 4 aufgeführt ist, die zumindest bei den XEON-E-Modellen auf Basis von Rocket Lake im ersten Quartal 2021 eingetragen ist. In Anbetracht der in wenigen Wochen erscheinenden Ryzen Prozessoren, die ebenfalls auf PCIe Gen 4 setzen, erscheint Intels Umstieg relativ spät. Das Verharren auf 14nm erklärt zumindest die Restriktion auf 10 Kerne auf Mainstream-Plattformen. Erste 10nm-Produkte könnten also erst ab dem Jahr 2022 mit Ocean Cove erscheinen.
10nm-Ice-Lake und Lakefield erscheinen im Mobile-Segment noch 2019
Betrachtet man die Roadmap für Mobile-Prozessoren, fällt auf, dass Ice Lake U mit bis zu vier Kernen im zweiten Quartal 2019 erscheinen soll. Dabei soll der 10nm-Prozess zum Einsatz kommen. Jedoch sollen diese Prozessoren limitiert sein. Damit die Leistungsklasse von 15 bis 28 Watt auch abgedeckt werden kann, wird ebenfalls Comet Lake U zum Einsatz kommen und dabei bis zu sechs Kerne bieten. Dieser wird im älteren 14nm-Prozess gefertigt. Ein Refresh von Coffee Lake mit dem Zusatz H soll die oberen Leistungsklassen abdecken und bis zu acht Kerne bieten, bis Comet Lake H mit bis zu 10 Kernen diesen ablöst. Intels Lakefield basierend auf Forveros-Multi-Die-Packaging-Technologie wird für Mitte 2019 erwartet und bietet eine Mischung aus 10 und 14nm IPs.
Die Frage, die sich stellt, ist natürlich die Aktualität und Echtheit der Roadmaps. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Roadmaps und vor allem die zeitliche Planung darin noch ändern. Vergegenwärtigt man sich der Gefahr von AMDs kommenden Prozessoren, die bis zu 16 Kerne bieten sollen und in einem 7nm-Prozess hergestellt werden, könnte es für Intel die kommenden Jahre im Desktop-Bereich nicht einfach werden.
Quelle: Tweakers
Kommentare (20)
arcDaniel schrieb am
Gleichzeit hat es AMD mit Bulldozer grandios in den Sand gesetzt und wie hier alle wissen, schlägt man nicht so einfach eine neue CPU aus dem Stein.
Beides gepaart hat Intel eine zu grosse Dominanz verliehen und über einen zu grossen Zeitraum.
Derfnam schrieb am
arcDaniel schrieb am
Ice Lake ist schon lange fertig entwickelt und in der Schublade. Es fehlt nur der passende Fertigungsprozess, den Intel seit Jahren nicht hinbekommt.
Es mag sein, dass Ice Lake schon fertig in der Schublade liegt, die Frage ist nur ob diese Entwicklung Heute noch Zeitgemäss ist. Mit Ryzen wurde alle mehr in richtung mehr Kerne gedrückt.
Könnte also sein, der in der Schublade liegende Ice Lake maximal ein 8Kerner ist, welcher für einen Zukünftigen Release zur Vermarktgung eher schlecht geeignet ist.
Sogar wenn Zen2 nicht die bessere CPU wird (IPC), wenn AMD an ihrer aktuellen Preisgestaltung fest hällt, und Intel weiterhin schlecht liefern kann, dann wird das denen dennoch weh tun.
Die Frage ist halt, reicht es um sie von ihrem hohen Ross runter zu holen?
Moeppel schrieb am
Das ist, war bzw. sollte kein Angriff auf dich sein
Semantisch liegst du völlig richtig, aber "the writing has been on the wall", dass es sich mir schlicht entschließt, wie lang man sich an die Intel-Non-Burger klammern kann/konnte, in der Überzeugung, dass es dort, wo es nichts gibt, etwas gäbe, nur weil Intel es bis Dato abstritt.
Seskahin schrieb am